Optionales Zusatzkonzert zum Zyklus Great Voices

Thomas Quasthoff & Friends

Thomas Quasthoff, Bariton

Pe Werner, Gesang

Nils Landgren, Posaune

Frank Chastenier, Klavier

Bruno Müller, Gitarre

Dieter Ilg, Kontrabass

Wolfgang Haffner, Schlagzeug

„Eine Jazz-Session zum 60. Geburtstag“

Den Jazz hat Thomas Quasthoff geliebt, noch bevor er die klassische Musik entdeckt hat. Letztere hat ihn zum Weltstar, zu einem der größten Liedsänger aller Zeiten gemacht. Doch 2012 verabschiedete sich Thomas Quasthoff von der Klassik-Bühne. Er legte eine Pause ein, nachdem sein Bruder Michael gestorben war. Von Jugend an haben die beiden Jazz gehört und gemeinsam musiziert. Mit seinem Bruder hat Quasthoff „meine liebste und größte Vertrauensperson verloren, im Künstlerischen wie im Menschlichen“.

Doch der Jazz ist geblieben und wurde inzwischen zur Passion. „Quasthoff meint es ernst“, und „er versteht die Seele des Jazz“, bescheinigte ihm etwa „Die Presse“ im letzten Sommer. Zu seinem 60er schenkt er sich und seinem Publikum im Wiener Konzerthaus eine große Jazz-Session. Er feiert gemeinsam mit seinen treuen Partnern und Freunden, darunter Pianist Frank Chastenier, Kontrabassist Dieter Ilg und Schlagzeuger Wolfgang Haffner, mit denen beim Musizieren eine große Freiheit möglich wird: „Im Grunde genommen habe ich mich selbst von einem Kunstsockel heruntergeholt. Das schönste Kompliment ist für mich, wenn ich höre: ‚Da singt nicht ein klassischer Sänger, der Jazz macht, sondern ein Jazzsänger.‘

So, 17. November 2019

19:30 Uhr

Wiener Konzerthaus, Großer Saal

Die Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Thomas Quasthoff

Fast vier Jahrzehnte lang hat Thomas Quasthoff als Sänger auf internationalen Bühnen Maßstäbe gesetzt und unzählige Menschen mit seiner Kunst erreicht und bewegt. Im Jänner 2012 beendete er seine beispiellose Karriere als Sänger. Dem Gesang und der Kunst bleibt er weiter eng verbunden: unter anderem als Lehrender an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin oder bei Meisterkursen. Darüber hinaus entdeckte er manch neue Talente an sich und steht als Rezitator, Kabarettist, Moderator und sogar als Schauspieler auf der Bühne.

Als einer der bemerkenswertesten Sänger seines Fachs konzertierte Thomas Quasthoff regelmäßig mit den Berliner und Wiener Philharmonikern sowie vielen weiteren internationalen Spitzenorchestern. Eine enge Zusammenarbeitet verband ihn mit so bedeutenden Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, Bernard Haitink, Mariss Jansons, James Levine, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Seiji Ozawa, Sir Simon Rattle, Helmuth Rilling, Christian Thielemann und Franz Welser-Möst. Sein Debüt beim Oregon-Bach Festival 1995 legte den Grundstein für Thomas Quasthoffs steile Karriere in den USA. Er war dort gern gesehener Gast sowohl bei den großen Orchestern als auch Festivals. Auch in die New Yorker Carnegie Hall, wo er 1999 sein gefeiertes Liederabenddebüt mit Schuberts WINTERREISE gab, kehrte er regelmäßig zurück.

2003 begab sich der Künstler erstmals auf die Opernbühne und sang den Minister/FIDELIO mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle bei den Salzburger Osterfestspielen. 2004 folgte dann sein umjubeltes Debüt an der Wiener Staatsoper als Amfortas in Wagners PARSIFAL unter der künstlerischen Leitung von Donald Runnicles, wo er 2005 in derselben Rolle unter Sir Simon Rattle wieder zu hören war.

Thomas Quasthoff war „Artist in Residence“ im Wiener Musikverein, im Concertgebouw Amsterdam, in der Carnegie Hall, beim Lucerne Festival sowie in Baden-Baden, Hamburg, in der Londoner Wigmore Hall und im Barbican Centre. 2010 präsentierte er sein zweites Jazz-Programm „Tell it like it is“, das Songs aus Jazz, Soul und Blues vereinte und ihn in die wichtigsten Konzertsäle Europas führte.

Thomas Quasthoff hat etwas zu sagen – nicht nur musikalisch. So zeigt er sich in Gesprächsreihen, Lesungen oder auf der Theaterbühne von einer anderen Seite. Thomas Quasthoff trat insgesamt 5 Saisonen in einer vielbejubelten Produktion von Shakespeares WAS IHR WOLLT im Berliner Ensemble in der Rolle des „Narren“ als Schauspieler in Erscheinung. Weitere Höhepunkte der jüngsten Vergangenheit waren Auftritte als Sprecher gemeinsam mit dem Belcea Quartett mit Haydns SIEBEN LETZTE WORTE, in Schönbergs GURRELIEDER mit den Berliner Philharmonikern und dem LSO unter Sir Simon Rattle, mit den Wiener Philharmonikern unter Zubin Mehta und in Hannover unter Ingo Metzmacher, in EIN ÜBERLEBENDER AUS WARSCHAU mit dem RSO Wien unter Cornelius Meister und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons. Mit Beethovens EGMONT war er unter der Leitung von Constantinos Carydis in Luzern und Bologna zu erleben.

Zu den künstlerischen Projekten der jüngsten Vergangenheit zählen außerdem ein literarisch-musikalischer Abend rund um Heinrich Heine mit Florian Boesch und Justus Zeyen. Gemeinsam mit der Sopranistin Christiane Karg widmet er sich dem Oeuvre der Schriftstellerin Louise de Vilmorin und ist in diesem Programm als Rezitator in Schwetzingen, in der Essener Philharmonie, in Detmold und in der Elbphilharmonie zu erleben.

Im Juli 2015 stand er erstmals am Dirigentenpult und übernahm beim Verbier Festival die künstlerische Leitung von Bachs MATTHÄUSPASSION.

Seit 2015 ist er vermehrt als Jazz-Sänger gemeinsam mit Frank Chastenier (Klavier), Dieter Ilg (Kontrabass) und Wolfgang Haffner (Schlagzeug) auf den großen Konzertbühnen und internationalen Festivals zu erleben. In der Saison 2017/2018 standen Jazz-Konzerte in Budapest, Düsseldorf, Hamburg, Köln, Baden-Baden, St. Petersburg, Novosibrisk, Hildesheim, Weimar, Madrid, Úbeda, Frankfurt, Graz und Bielefeld am Programm. Im Sommer 2018 ist Thomas Quasthoff mit dem Bigband Programm seines neuen Albums, das im Mai 2018 bei Sony Music erschienen ist, beim Jazz-Fest Wien, im Rahmen des Schleswig-Holstein Festivals in der Elbphilharmonie und bei den Niedersächsischen Musiktagen zu hören. 2018/2019 stehen Jazz-Konzerte im Münchner Prinzregententheater, in Dresden, im Wiener Konzerthaus, bei den Festivals in Leverkusen, Heidelberg, beim Jazzfest in Bonn und Oberkochen sowie in der Staatsoper Unter den Linden auf dem Programm.

Von 1996-2004 hatte Thomas Quasthoff eine Professur an der Hochschule für Musik in Detmold inne. Seither lehrt er an der Hochschule für Musik «Hanns Eisler» in Berlin. Des Weiteren ist er regelmäßig in Meisterkursen zu erleben, wie u.a. beim Heidelberger Frühling und an der Hochschule in Detmold sowie beim Verbier Festival und bei der Schubertiade in Schwarzenberg. Sein leidenschaftliches Engagement für den Sängernachwuchs motivierte ihn auch zur Gründung des internationalen Wettbewerbs «Das Lied», der 2017 erstmals in Heidelberg stattfand.

Seine Gesangsausbildung erhielt Thomas Quasthoff bei Prof. Charlotte Lehmann und Prof. Dr. Ernst Huber-Contwig in Hannover. Er erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen – darunter den Ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München (1988), den Schostakowitsch-Preis in Moskau (1996) und den Hamada Trust/Scotsman Festival Prize (Edinburgh International Festival 1996). Vom Deutschen Bundespräsidenten wurde ihm 2005 der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen und ein Jahr später erhielt er den Europäischen Kulturpreis, der ihm in der Dresdner Frauenkirche überreicht wurde. 2009 wurde Thomas Quasthoff mit der Gold Medal der Royal Philharmonic Society in London sowie mit dem Herbert von Karajan Musikpreis des Festspielhauses Baden-Baden ausgezeichnet. Außerdem wurde ihm 2009 der Titel Österreichischer Kammersänger verliehen und 2011 erhielt Thomas Quasthoff die Wigmore Hall Medal.

Thomas Quasthoff war von 1999 bis 2014 Exklusiv-Künstler der Deutschen Grammophon Gesellschaft. Neben vielen anderen Preisen und Grammy-Nominierungen wurden drei seiner CDs mit einem Grammy ausgezeichnet: Mahlers Lieder AUS DES KNABEN WUNDERHORN (mit Anne Sofie von Otter) unter Claudio Abbado und orchestrierte Schubert-Lieder (mit dem Chamber Orchestra of Europe, ebenfalls unter Claudio Abbado) und Bach-Kantaten mit den Berliner Barocksolisten. Für insgesamt sechs seiner Aufnahmen erhielt er den Echo-Preis. Seit Januar 2018 ist Thomas Quasthoff Exklusiv-Künstler der Sony Music Entertainment. Das erste Album, das im Mai 2018 bei Sony erschienen ist, beinhaltet ein abwechslungsreiches Programm von eingängigen Jazz-Klassikern – begleitet von der renommierten NDR Bigband unter der Leitung von Jörg-Achim Keller und mit seinem langjährigen Trio um Frank Chastenier, Dieter Ilg und Wolfgang Haffner.

Thomas Quasthoff, Bariton

Pe Werner, Gesang

Nils Landgren, Posaune

Frank Chastenier, Klavier

Bruno Müller, Gitarre

Dieter Ilg, Kontrabass

Wolfgang Haffner, Schlagzeug

„Eine Jazz-Session zum 60. Geburtstag“

Den Jazz hat Thomas Quasthoff geliebt, noch bevor er die klassische Musik entdeckt hat. Letztere hat ihn zum Weltstar, zu einem der größten Liedsänger aller Zeiten gemacht. Doch 2012 verabschiedete sich Thomas Quasthoff von der Klassik-Bühne. Er legte eine Pause ein, nachdem sein Bruder Michael gestorben war. Von Jugend an haben die beiden Jazz gehört und gemeinsam musiziert. Mit seinem Bruder hat Quasthoff „meine liebste und größte Vertrauensperson verloren, im Künstlerischen wie im Menschlichen“.

Doch der Jazz ist geblieben und wurde inzwischen zur Passion. „Quasthoff meint es ernst“, und „er versteht die Seele des Jazz“, bescheinigte ihm etwa „Die Presse“ im letzten Sommer. Zu seinem 60er schenkt er sich und seinem Publikum im Wiener Konzerthaus eine große Jazz-Session. Er feiert gemeinsam mit seinen treuen Partnern und Freunden, darunter Pianist Frank Chastenier, Kontrabassist Dieter Ilg und Schlagzeuger Wolfgang Haffner, mit denen beim Musizieren eine große Freiheit möglich wird: „Im Grunde genommen habe ich mich selbst von einem Kunstsockel heruntergeholt. Das schönste Kompliment ist für mich, wenn ich höre: ‚Da singt nicht ein klassischer Sänger, der Jazz macht, sondern ein Jazzsänger.‘