Piotr Beczala

Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Sa, 23. Februar 2019

Ein festliches Heimspiel erwartet die Besucher des Wiener Arienabends von Piotr Beczala. Der aus den polnischen Beskiden stammende Publikumsliebling ist heute einer der wenigen Tenöre, die sowohl im italienischen als auch im slawischen, deutschen und französischen Fach internationale Furore machen. Mit seiner technisch perfekt ausgebildeten Stimme, die über Schmelz, Strahlkraft und die sprichwörtliche „Träne“ gleichermaßen verfügt, zeichnet er die unterschiedlichsten Rollenporträts. Diesmal wird an einem einzigen Abend die breite Palette seine Kunst zu erleben sein. In einer reizvollen Mischung aus dem hiesigen Publikum Bekannten wie Unbekannten. Musikdramatisch besonders berührende Momente entstehen, wenn Liebesempfinden mit Gefühlen von zuversichtlicher Hoffnung, tiefer Verzweiflung oder Zurückweisung verbunden ist. Beczala schlüpft u.a. für eine mitreißende Arie aus Verdis Luisa Miller in die Rolle des vermeintlich Betrogenen, für „Celeste Aida“ in die des anhimmelnden Liebenden, für eine Szene aus der polnischen Nationaloper Halka in die des Bangenden, für eine Tosca-Arie in die des über Kunst Philosophierenden und für „Nessun dorma“ in die des Siegessicheren. Dass Piotr Beczala von seinem Wiener Publikum an diesem Abend als solcher gefeiert wird, darf prophezeit werden.

Programm: 

Giuseppe Verdi “Celeste Aida” (Rezitativ und Arie des Radames aus «Aida»)

Georges Bizet “La fleur que tu m’avais jetée” (Blumenarie des Don José aus «Carmen»)

Giacomo Puccini “Nessun dorma!” (Arie des Kalaf aus «Turandot»)

sowie weitere Arien von Stanislaw Moniuszko, Francesco Cilea und Umberto Giordano

Orchester: Bohuslav Martinů Philharmonic Orchestra 

Dirigent: Florian Krumpöck

Sa, 23. Februar 2019

Derzeit sind Karten nur als Abonnement „Great Voices“ erhältlich.
19:30 Uhr

Wiener Konzerthaus, Großer Saal

Piotr Beczala

Von Publikum und Kritikern gleichermaßen gefeiert, ist Piotr Beczala einer der gefragtesten Tenöre unserer Zeit und regelmäßiger Gast an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt.

Die Spielzeit 17/18 eröffnet Piotr Beczala als Riccardo in Un Ballo in Maschera am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, bevor er als Maurizio (Adriana Lecouvreur) an die Wiener Staatsoper, an die Münchner Staatsoper als Edgardo (Lucia di Lammermoor) und an die Staatsoper Unter den Linden als Rodolfo (La Bohème) zurückkehrt. Zu weiteren Höhepunkten der Saison zählen u.a. Carmen an der Wiener Staatsoper, Luisa Miller (Rodolfo) an der Metropolitan Opera in New York, Werther am Opernhaus Zürich, sowie die Wiederaufnahme Franz Lehárs Das Land des Lächelns als Prinz Sou-Chong. Außerdem ist Piotr Beczala in Liederabenden u.a. in New York, Chicago, Paris, München und in Schwarzenberg zu hören. Seit seinem Debüt als Duca 2006 ist Piotr Beczala regelmäßiger Gast an der Metropolitan Opera. Hier sang er seither Lenski (Eugen Onegin), Prinz (Rusalka),Edgardo (Lucia di Lammermoor), Rodolfo (La Bohème), Vaudémont (Iolanta), Riccardo sowie die Titelpartien in Roméo et Juliette und Faust. 2011 begleitete er die Met nach Japan und gab 2012 sein Rollendebüt als des Grieux in Massenets Manon.

Auch an den Staatsopern in München und Wien sowie der Mailänder Scala ist der Tenor regelmäßig zu erleben. Bei den Münchner Festspielen war er zuletzt als Riccardo zu hören, in Wien u.a. Piotr Beczala gastierte u.a. bereits am Royal Opera House Covent Garden, dem Gran Teatre del Liceu, der San Francisco Opera, an der Nederlandse Opera, dem Théâtre de la Monnaie Brüssel, der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper Unter den Linden, dem Grand Théâtre de Genève, dem Teatr Wielki Warschau, dem Mariinsky Theater in St. Petersburg sowie bei den Salzburger Festspielen, wo er zuletzt u.a. als Rodolfo, Vaudemont, Faust und als Werther zu hören war. 2015 gab er an der Seite von Anna Netrebko sein Debüt als Lohengrin an der Semperoper Dresden unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann.

Zusätzlich zu seiner Opernkarriere ist Piotr Beczala ein gefragter Konzert- und Liedsänger. 2011 und 2012 wirkte er bei den Silvesterkonzerten in der Semperoper Dresden unter der Leitung von Christian Thielemann mit. Weitere Konzertauftritte führten ihn u.a. nach Baden-Baden, Amsterdam, Madrid, Budapest, Wien, Mailand und in den Oman.  

Piotr Beczala wurde in Czechowice-Dziedzice in Südpolen geboren und studierte an der Musikakademie in Katowice, wo er von berühmten Sängern wie Pavel Lisitsian und Sena Jurinac unterrichtet wurde.

Piotr Beczala ist auf dutzenden CDs und DVDs mit einem breitgefächerten Repertoire repräsentiert und veröffentlichte drei Solo-Alben bei Orfeo. Seit 2012 ist er Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon, die 2013 sein erstes Album „Mein ganzes Herz“ veröffentlichte, dem 2015 das zweite Album „The French Collection“ folgte. 2014 erhielt er den ECHO Klassik als „Sänger des Jahres“.

Florian Krumpöck, Dirigent

Als Solist und Dirigent gleichermaßen auf internationalen Podien gefeiert, erweist sich Florian Krumpöck als Ausnahmeerscheinung im internationalen Konzertleben. 2011 zu einem der jüngsten Generalmusikdirektoren Deutschlands ernannt, beherrscht er ein immenses Opern- und Konzert- sowie Klavierrepertoire und fasziniert sein Publikum besonders in der Doppelfunktion Dirigent und Solist. 

"Vergessen Sie Lang Lang und Arcadi Volodos. Auch in Österreich gibt es hochvirtuose Tastentiger.", so urteilte die Tageszeitung Die Presse über das solistische Debüt des Pianisten im Wiener Konzerthaus. 

Der Sohn eines Cellisten und einer Kunsthistorikerin zählte schon früh mit Rudolf Buchbinder, Gerhard Oppitz und Elisabeth Leonskaja einige der bedeutendsten Pianistenpersönlichkeiten unserer Zeit zu seinen Lehrern. Kein geringerer als Daniel Barenboim urteilte nach einem Vorspiel schlicht "Ein wundervoller Pianist" und ebnete damit den Weg zu einer viel versprechenden, internationalen Karriere. 

Sein Mentor Daniel Barenboim war es auch, der Florian Krumpöck anregte sich in zunehmendem Maße mit dem Dirigieren zu beschäftigen und sein Repertoire um zahlreiche symphonische Werke und Opern zu erweitern. 2006 erlangte er als Einspringer mit seinem Debüt beim Jerusalem Symphony Orchestra erstmals als Dirigent internationales Aufsehen und wurde zum Chefdirigenten der Sinfonietta Baden berufen. 2007 dirigierte er im Rahmen eines Neujahrskonzertes mit großem Erfolg das Philadelphia Orchestra im Kennedy Center in Washington und wurde ans Gran Teatre del Liceu in Barcelona engagiert, wo er unter anderem mit dem ehemaligen Direktor des Wiener Burgtheaters Matthias Hartmann zusammenarbeitete. 2011 wurde Florian Krumpöck zum Generalmusikdirektor für Konzert und Oper am Volkstheater Rostock und zum Chefdirigenten der Norddeutschen Philharmonie ernannt. In dieser Funktion leitete er am Pult der Norddeutschen Philharmonie zahlreiche Musiktheater-Premieren und Sinfoniekonzerte, die einen Mahler-Zyklus, einen Beethoven-Marathon mit den neun Sinfonien an vier aufeinanderfolgenden Tagen und mehrere Konzerte als dirigierender Solist beinhalteten. 2012 wählte ihn weiters das Sinfonieorchester Liechtenstein zum Künstlerischen Leiter und Chefdirigenten. In den darauffolgenden drei Jahren war er die treibende Kraft bei der äußerst erfolgreichen künstlerischen Neuorganisation des Orchesters, das in dieser Zeit zum wichtigsten kulturellen Botschafter des Landes wurde. Die Zusammenarbeit mit einigen der bedeutendsten Solisten unserer Zeit markierte den künstlerischen Aufstieg des Orchesters ebenso wie der komplett durch Abonnements ausverkaufte Konzertzyklus. Trotz Wunsch der Norddeutschen Philharmonie, die Zusammenarbeit über die Vertragslaufzeit hinaus zu verlängern, entschied sich Florian Krumpöck für eine rein freiberufliche Tätigkeit. Unter anderem gab er in der Folge sein Debüt an der Königlichen Oper in Kopenhagen am Pult der Königlichen Kapelle mit den beiden Open-Air-Eröffnungskonzerten sowie dem Rosenkavalier in der Inszenierung von Marco Arturo Marelli. 

Florian Krumpöck stand als Gast am Pult bedeutender Orchester: Er dirigierte unter anderem die Wiener Symphoniker im goldenen Saal des Wiener Musikvereins, das Philadelphia Orchestra, das Jerusalem Symphony Orchestra, das Gulbenkian Orchestra Lissabon, die Königliche Kapelle Kopenhagen, das Aarhus Sinfonieorchester, das Brucknerorchester Linz, die Staatskapelle Halle, die Staatsphilharmonie Nürnberg, die Philharmonischen Orchester von Kiel, Würzburg, Hagen, Oldenburg, Bremerhaven, Neubrandenburg, Görlitz und Trier, die Brandenburger Sinfoniker, das Bayerische Kammerorchester sowie zahlreiche Orchester in China und Südkorea.

In den vergangenen Saisons leitete Florian Krumpöck unter anderem Gastspiele mit der Norddeutschen Philharmonie im Großen Festspielhaus Salzburg sowie mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein in einem vom Bayrischen Rundfunk live übertragenen Konzert in München. Zudem dirigierte er 2015 das traditionelle Neujahrskonzert im Großen Festspielhaus Salzburg mit Beethovens IX. Sinfonie. Der Grundstein für eine enge Zusammenarbeit mit Universal Music wurde mit der fulminant kritisierten Klassik am Dom Gala im Juni 2015 mit den Solisten Angelika Kirchschlager und Michael Schade am Pult des Bruckner Orchesters Linz gelegt. Mit Angelika Kirchschlager verbindet ihn auch eine regelmäßige Kooperation bei diversen Liederabenden. 

Zahlreiche CD-Einspielungen als Pianist und Dirigent (zuletzt Dvořáks Klavierkonzert mit der Staatsphilharmonie Nürnberg unter der Leitung von Markus Bosch, Kammermusik von Karl Weigl mit David Frühwirth und Benedict Klöckner sowie ein Solo-Album mit Werken von Johannes Brahms und Alban Berg), Radioübertragungen und diverse Fernsehporträts dokumentieren die vielfältige Arbeit des Künstlers. 

Seit Sommer 2015 ist Florian Krumpöck weiters neu ernannter Intendant des Kultur.Sommer.Semmering. 

Für die Saison 2019/20 ist u.a. eine Neu-Produktion des Freischütz mit Matthias Hartmann am Teatro Colón in Buenos Aires geplant.

Bohuslav Martinů Philharmonic Orchestra 

Der Gedanke der Gründung des symphonischen Orchesters enstand in Zlín schon in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, genau am 1. Juni 1945, wurde der Grundstein für das symphonische Orchester n.p. Baťa gelegt. Der erste Auftritt war am 30. April 1946. An der Spitze des fast 50-köpfigen Orchesters stand damals Rudolf Kvasnica. Im Mai 1950 begann die Philharmonie ihre erste Kursaison in Luhačovice. Fünf Sommermonate für Kurgäste wurden zur Tradition für mehrere Jahre. Im November 1955 wurde „das Tomáš-Baťa- Denkmal“ zum Haus der Kunst umbenannt und für die Orchesterarbeit genutzt. Der Name des Orchesters wurde im Laufe der Zeit oft verändert - vom Symphonischen Orchester n.p. Baťa über Philharmonie der Arbeitenden bis zum Staatlichen Symphonischen Orchester des Bezirks Gottwaldov. Am Anfang des Jahres 1989 wurde sie zur FBM umbenannt.

Mit der Zeit wurde die FBM zum bedeutenden tschechischen Orchester, dessen Kunstprofil viele hervorragende Chefdirigenten und ständige oder gastierende Dirigenten formten –Rudolf Kvasnica, Richard Týnský, Eduard Fischer, Jaroslav Opěla, Rostislav Hališka, Stanislav Macura, Petr Altrichter, Miloš Machek, Peter Lücker, Kirk Trevor, Tomáš Koutník, Jakub Hrůša, Stanislav Vavřínek, Vojtěch Spurný u.a. Seit der Saison 2018–2019 ist Tomáš Brauner Chefdirigent. Der hauptgastierende Dirigent ist Leoš Svárovský.

Mit der FBM sind viele ausgezeichnete Solisten aufgetreten: Paul Badura-Skoda, Mstislav Rostropovich, Daniel Schafran, Misha Maisky, Vadim Repin, Jennifer Larmore, Eugen Indjic, Sergej Krylov, Libuše Domanínská, Eduard Haken, Josef Suk, Ivan Moravec, Dagmar Pecková, Eva Urbanová, Gabriela Beňačková, Magdalena Kožená u.a.

In den letzten Jahren hat die FBM begleitet: Rolando Villazón, Montserrat Caballé, Olga Peretyatko, Joseph Calleja, Angela Gheorghiu, Pretty Yende, David Lomeli, Adam Plachetka, Andrei Baranov, Javier Perianes, Martina Janková u.a. Auf dem Konzert zum 70.Jubiläum der FBM ist am 28. April 2016 der Pianist Fazil Say aufgetreten.

Zum Repertoire der FBM gehören große symphonische Werke, aber auch Kompositionen aus Jazz, Chanson, Popmusik. Deshalb lädt die FBM Künstler und Ensembles nicht nur der sogennnanten ersten Musik, sondern auch aus anderen Musikbereichen zur Zusammenarbeit ein. Ihre Konzerttätigkeit besteht heutzutage aus 6 Abonnementreihen, außerdem tritt das Orchester bei vielen anderen Konzerten in Zlin und seiner Umgebung auf. Die FBM gastiert auch in allen bedeutenden Zentren der Tschechischen Republik. ( z.B. beim Musikfestival Prager Frühling, bei Festivals Smetanova Litomyšl, Janáčkův máj Ostrava, Špilberk Brno, Prager Musikfestival, Český Krumlov usw.) Viele Auslandstourneen brachten die FBM nach Italien, Dänemark, Ungarn, Kroatien, Griechenland, Polen, Österreich, Rumänie, Deutschland, Frankreich,Portugal, Spanien, in die Ukraine und in die USA (Carnegie Hall). Im Jahre 2016 und 2018 spielte die FBM in Indien (nach 57 Jahren von dem letzten Auftritt des tschechischen Orchesters in diesem Land). Im November 2017 die FBM spielte auch mit fünf Konzerten auf Tournee in Südkorea.

Seit 1972 ist die FBM Zlín Veranstalter des einzigartigen, internationalen, jungen Konzertkünstlerfestivals Talentinum. Weiter organisiert sie jeden Herbst das Festival Hamonia Moraviae.

Die Zusammenarbeit mit Rundfunk und Fernsehen, ebenso wie viele Tonaufnahmen, gehören zur regelmäßigen Tätigkeit des Orchesters.

Seit Januar 2011 hat die FBM ihren Sitz in dem neuen Kongresszentrum Zlín, das die bekannte tschechische Architektin Eva Jiřičná entworfen hat.

 

Weiterführende Links:

http://piotrbeczala.com/

/piotr.beczala

Ein festliches Heimspiel erwartet die Besucher des Wiener Arienabends von Piotr Beczala. Der aus den polnischen Beskiden stammende Publikumsliebling ist heute einer der wenigen Tenöre, die sowohl im italienischen als auch im slawischen, deutschen und französischen Fach internationale Furore machen. Mit seiner technisch perfekt ausgebildeten Stimme, die über Schmelz, Strahlkraft und die sprichwörtliche „Träne“ gleichermaßen verfügt, zeichnet er die unterschiedlichsten Rollenporträts. Diesmal wird an einem einzigen Abend die breite Palette seine Kunst zu erleben sein. In einer reizvollen Mischung aus dem hiesigen Publikum Bekannten wie Unbekannten. Musikdramatisch besonders berührende Momente entstehen, wenn Liebesempfinden mit Gefühlen von zuversichtlicher Hoffnung, tiefer Verzweiflung oder Zurückweisung verbunden ist. Beczala schlüpft u.a. für eine mitreißende Arie aus Verdis Luisa Miller in die Rolle des vermeintlich Betrogenen, für „Celeste Aida“ in die des anhimmelnden Liebenden, für eine Szene aus der polnischen Nationaloper Halka in die des Bangenden, für eine Tosca-Arie in die des über Kunst Philosophierenden und für „Nessun dorma“ in die des Siegessicheren. Dass Piotr Beczala von seinem Wiener Publikum an diesem Abend als solcher gefeiert wird, darf prophezeit werden.

Programm: 

Giuseppe Verdi “Celeste Aida” (Rezitativ und Arie des Radames aus «Aida»)

Georges Bizet “La fleur que tu m’avais jetée” (Blumenarie des Don José aus «Carmen»)

Giacomo Puccini “Nessun dorma!” (Arie des Kalaf aus «Turandot»)

sowie weitere Arien von Stanislaw Moniuszko, Francesco Cilea und Umberto Giordano

Orchester: Bohuslav Martinů Philharmonic Orchestra 

Dirigent: Florian Krumpöck