Jonas Kaufmann

Prague Philharmonia

Jonas Kaufmann, Tenor

Rachel Willis-Sørensen, Sopran

Programm: wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben

Jonas Kaufmann ist im Grunde nicht zu fassen. Als Otello hat er vor Kurzem in einer der schwierigsten Tenorpartien der Operngeschichte reüssiert. Als Lohengrin strahlte er im Wagner-Mekka Bayreuth, in München erwies er sich unter Kirill Petrenko als würdiger Gralskönig Parsifal. Souverän trägt sein Walter von Stolzing den Sieg über die Meistersinger davon. Als Florestan bejubelt er im „Fidelio“ die Gattenliebe und als Giordanos Andrea Chénier steigt er stolz aufs Schafott. Doch dazwischen nimmt er sich für subtile Momente zurück, beweist sich bei Schumann, Strauss, Wolf oder Mahler als meisterhafter Liedinterpret. Auf der anderen, leichteren und heiteren Seite beschwört er die Welt der Operette oder genießt auf den Spuren eines Enrico Caruso das „dolce vita“. In all dem kann man bei Jonas Kaufmann sicher sein, dass man Außerordentliches erlebt. Mit dieser Gewissheit lässt man sich auch gerne überraschen! Denn was Jonas Kaufmann an der Seite der jungen, vielfach ausgezeichneten US-amerikanischen Sopranistin Rachel Willis-Sørensen im Wiener Konzerthaus singt, wird noch nicht verraten. Nur soviel: Es wird das Programm seiner nächsten CD sein. So brennfrisch, dass es noch Geheimnis bleiben muss!

Mo, 14. Oktober 2019

19:30 Uhr

Wiener Konzerthaus, Großer Saal

Derzeit sind Karten nur im Rahmen des Abonnements GREAT VOICES erhältlich. Informationen zum Beginn des Einzelkartenverkaufs entnehmen Sie bitte der Website des Wiener Konzerthauses.
Die Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Jonas Kaufmann

Seit seinem Debüt an der Metropolitan Opera New York 2006 in „La Traviata“ gehört Jonas Kaufmann zu den Topstars der Klassik. Für viele ist er „der neue König der Tenöre“.


Kaufmann stammt aus München. Dort absolvierte er sein Gesangsstudium, außerdem besuchte er Meisterkurse bei Hans Hotter, James King und Josef Metternich. Während seiner ersten Bühnenjahre am Staatstheater Saarbrücken setzte er seine Ausbildung bei Michael Rhodes in Trier fort. Nach Engagements in Stuttgart, Frankfurt, Hamburg und Mailand ging er 2001 an die Oper in Zürich. Von dort aus begann seine internationale Karriere, mit Auftritten bei den Salzburger Festspielen, an der Lyric Opera Chicago, der Pariser Oper, der Covent Garden Opera in London, der Mailänder Scala, der Deutschen Oper und der Staatsoper in Berlin, der Wiener Staatsoper und der Met in New York. 2010 gab der Tenor sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen, als Lohengrin in der Aufsehen erregenden Inszenierung von Hans Neuenfels.


Kaufmann ist im italienischen und französischen Repertoire international genauso gefragt wie im deutschen. Er hat Massenets Werther in Paris und Wien, Cavaradossi in Puccinis „Tosca“ in London, an der Met und der Scala gesungen. Seine intensive Darstellung des José in Bizets „Carmen“ hat Zuschauer in aller Welt erschüttert, u. a. bei den Salzburger Festspielen 2012 unter der Leitung von Simon Rattle. Jener Festspielsommer brachte außerdem sein Rollendebüt als Bacchus in „Ariadne auf Naxos“ und ein spektakuläres Einspringen in der „Bohème“-Produktion mit Anna Netrebko.  


Das Jahr 2013 stand ganz im Zeichen von Wagner und Verdi: Nach den Neuproduktionen von „Lohengrin“ an der Scala und „Parsifal“ an der Met war Kaufmann in einer Reihe viel beachteter Verdi-Aufführungen zu erleben, so in der Neuproduktion von „Il Trovatore“ an der Bayerischen Staatsoper, in der er erstmals die Titelpartie verkörperte, und in Peter Steins Inszenierung von „Don Carlo“ bei den Salzburger Festspielen. Ein weiteres Verdi-Debüt folgte Ende 2013, ebenfalls an der Bayerischen Staatsoper: Alvaro in „La Forza del Destino“.


Zwischen den Neuproduktionen von Massenets „Werther“ an der Metropolitan Opera (Februar 2014) und Puccinis „Manon Lescaut“ am Royal Opera House in London (Juni 2014) war Jonas Kaufmann vorrangig als Lied-Sänger zu hören: Mit Schuberts „Winterreise“ und Mahlers „Lieder eines fahrenden Gesellen“. Der Liedgesang ist für ihn „die Königsklasse des Singens“, erfordert dieses Genre doch wesentlich mehr Feinarbeit und Differenzierung als jede andere gesangliche Disziplin. Seine Partnerschaft mit dem Pianisten Helmut Deutsch, mit dem er schon seit seinem Studium in München zusammen arbeitet, hat sich in Aufnahmestudio genauso bewährt wie in zahllosen Konzerten, so auch am 30.10.2011 an der Metropolitan Opera in New York. Es war dies das erste Solo-Recital, das nach Luciano Pavarotti (1994) an der Met gegeben wurde.


Vier Rollendebüts im italienischen Repertoire brachte das Frühjahr 2015: Die Titelpartie in Giordanos „Andrea Chenier“ in einer Neuproduktion in London mit Antonio Pappano, den Radames in Verdis „Aida“ in einer konzertanten Aufführung in Rom (wiederum unter der Leitung von Pappano und mit Anja Harteros in der Titelpartie) und beide Tenor-Partien in der Neuinszenierung von „Cavalleria rusticana / Pagliacci“ bei den Salzburger Osterfestspielen.
Weitere Highlights im Jahr 2015 waren eine Konzertournee mit dem Evergreen-Programm „Du bist die Welt für mich“, Gastspiele in Japan und Korea, ein Puccini-Konzert an der Mailänder Scala (das weltweit auch im Kino zu sehen war), Neuproduktionen von Beethovens „Fidelio“ in Salzburg und Berlioz’ „Damnation de Faust“ in Paris sowie die legendäre „Last Night of the Proms“ in der Royal Albert Hall in London.  


Nach der sehr erfolgreichen Neuproduktion von Wagners „Meistersinger“ an der Bayerischen Staatsoper (Premiere im Mai 2016) sang Kaufmann erstmals beide Partien in Mahlers „Lied von der Erde“. Im August 2016 war er erstmals in Südamerika zu hören, mit Liederabenden und Konzerten in Buenos Aires, Sao Paulo, Lima und Santiago de Chile. Im Januar 2017 kehrte Kaufmann als Lohengrin an die Pariser Oper zurück, im März und bei den Opernfestspielen im Juli verkörperte er die Titelrolle in der Neuproduktion von „Andrea Chenier“ in München. Im Juni 2017 gab Kaufmann sein lang erwartetes Rollendebüt als Otello am Royal Opera House in London; die von Antonio Pappano dirigierte Neuproduktion wurde weltweit in Kinos übertragen.


An der Pariser Oper verkörperte Kaufmann zu Beginn der Spielzeit 2017/18 zum ersten Mal Verdis Don Carlos in der originalen französischen Version (Inszenierung: Krzysztof Warlikowski, Dirigent: Philippe Jordan); auch diese Neuproduktion war im Fernsehen und im Kino zu sehen. Im November 2017 machte Kaufmann seine erste China-Tournee, die mit einem enthusiastisch gefeierten Opernkonzert in Shanghai zu Ende ging.


Nach der Wiederaufnahme von „Andrea Chenier“ an der Bayerischen Staatsoper im November/Dezember 2017 gab Jonas Kaufmann im Januar 2018 Opernkonzerte in Japan, Liederabende in der Carnegie Hall und in Santa Monica. Weitere Highlights der Saison 2017/18: eine Tournee in Sachen „Italienisches Liederbuch“ von Hugo Wolf, die Kaufmann mit Diana Damrau und Helmut Deutsch u. a. nach Berlin, Hamburg, München Wien, London, Paris, Budapest und Barcelona führte; „Andrea Chenier“ in Barcelona (sein Opern-Debüt im Teatro Liceu) und in Wien; konzertante Aufführungen vom 2. Akt „Tristan“ mit dem Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons in Boston und in der Carnegie Hall in New York - und die „Italienische Nacht“ in der Berliner Waldbühne.


Zu Beginn der Spielzeit 2018/19 gab Kaufmann eine Reihe von Liederabenden, u. a. in Moskau, Wien und Paris sowie an der Mailänder Scala. Nachdem er sein Programm „Du bist die Welt für mich“ erstmals in New York präsentiert hatte, kehrte er im Oktober mit Puccinis „Fanciulla“ an die MET zurück. Darauf folgte eine von Kirill Petrenko dirigierte Neuproduktion von Verdis „Otello“ an der Bayerischen Staatsoper.


Kaufmanns Vielseitigkeit ist auf zahlreichen CDs und DVDs dokumentiert, von denen viele mit internationalen Preisen wie dem „Gramophone Award“ ausgezeichnet wurden. Mehrmals wurde er zum „Sänger des Jahres“ gewählt, so von der Redaktion der Fachzeitschrift „Opernwelt“, der Klassik-Magazine „Diapason“ und „Musical America“ wie auch von den Jurys der „International Opera Awards“ und des „ECHO Klassik“. 2013 wurde er zum Bayerischen Kammersänger ernannt, 2014 erhielt er den Bambi in der Kategorie „Klassische Musik“, 2015 den Premio Puccini, 2016 das Bundesverdienstkreuz.

Rachel Willis-Sørensen

Die amerikanische Sopranistin ist mit einem weitreichenden Repertoire international erfolgreich: dieses reicht von Donna Anna in Don Giovanni bis Leonora in Il Trovatore,von der Elsa inLohengrinbis zurRosenkavalier-Marschallin. Sie ist regelmäßig an den wichtigsten Opernhäusern zu Gast, ihre Stimme wurde als „ebenso lyrisch wie strahlend“ gelobt. Rachel Willis-Sørensen gab in der Saison 18/19 ihr Debut in Italien als Leonora in Il Trovatore am Teatro Regio in Torino. Danach folgten Engagements in Deutschland (Bayrische Staatsoper/Les Vêpres Siciliennes, Semperoper Dresden/Rosalinde in Die Fledermausan der Seite von Jonas Kaufmann, (aufgezeichnet auf DVD). Es folgte ihr Debut an der Deutschen Oper Berlin sowie Auftritte in den USA als Donna Anna an der MET und als Rusalka in San Francisco. Die Rolle der Hélène in Les Vêpres Siciliennes ist ein Meilenstein ihrer Karriere, zumal sie ihren Einstieg in das Verdi-Repertoire bedeutet. Demnach folgen in den kommenden Saisonen mehrere Rollendebuts, darunter Violetta Valéry in La Traviata, Valentine in Les Huguenots, Elisabetta di Valois in Don Carlosund Marguerite in Faust.

Weitere Engagements der letzten Saisonen reichen von der Marschallin am Royal Opera House Covent Garden und beim Glyndebourne Festival, Elsa in Lohengrinan der Deutschen Oper Berlin und am Opernhaus Zürich, über die Contessa in Le nozze di Figaroan der MET, Donna Anna wiederum am Royal Opera House Covent Garden, an der Wiener Staatsoper, in Houston und Dresden bis hin zur Eva in Die Meistersinger von Nürnbergan der San Francisco Opera und in London.

Rachel Willis-Sørensen war Ensemblemitglied der Semperoper Dresden, wo sie Rollen wie Fiordiligi in Così fan tutte, Vitellia in La clemenza di Tito, Elettra in Idomeneo, Donna Anna in Don Giovanni, Diemut in Feuersnotund Mimi in La bohèmegestaltete.

Auch auf der Konzertbühne ist die Sopranistin gleichermaßen beheimatet. Mehrere Male sang sie Strauss‘ Vier letzte Lieder, Beethovens 9. Symphoniemit dem Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons und mit dem Berliner RSO unter Marek Janowski. Mit dem Israel Philharmonic Orchestra stand sie in Mahlers 8. Symphonieauf der Bühne, seine 2. Symphoniegab sie mit der Staatskapelle Dresden unter Myun Whung Chung. Sie ist regelmäßig bei der Accademia di Santa Cecilia zu Gast, wo sie unterschiedliches Repertoire mit Sir Antonio Pappano sang.

Rachel Willis-Sørensen gewann mehrere internationale Wettbewerbe, darunter Operalia (2014), den Hans-Gabor Belvedere Wettbewerb in Wien und die Metropolitan Opera National Coucil Auditions.

Prague Philharmonia

Jonas Kaufmann, Tenor

Rachel Willis-Sørensen, Sopran

Programm: wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben

Jonas Kaufmann ist im Grunde nicht zu fassen. Als Otello hat er vor Kurzem in einer der schwierigsten Tenorpartien der Operngeschichte reüssiert. Als Lohengrin strahlte er im Wagner-Mekka Bayreuth, in München erwies er sich unter Kirill Petrenko als würdiger Gralskönig Parsifal. Souverän trägt sein Walter von Stolzing den Sieg über die Meistersinger davon. Als Florestan bejubelt er im „Fidelio“ die Gattenliebe und als Giordanos Andrea Chénier steigt er stolz aufs Schafott. Doch dazwischen nimmt er sich für subtile Momente zurück, beweist sich bei Schumann, Strauss, Wolf oder Mahler als meisterhafter Liedinterpret. Auf der anderen, leichteren und heiteren Seite beschwört er die Welt der Operette oder genießt auf den Spuren eines Enrico Caruso das „dolce vita“. In all dem kann man bei Jonas Kaufmann sicher sein, dass man Außerordentliches erlebt. Mit dieser Gewissheit lässt man sich auch gerne überraschen! Denn was Jonas Kaufmann an der Seite der jungen, vielfach ausgezeichneten US-amerikanischen Sopranistin Rachel Willis-Sørensen im Wiener Konzerthaus singt, wird noch nicht verraten. Nur soviel: Es wird das Programm seiner nächsten CD sein. So brennfrisch, dass es noch Geheimnis bleiben muss!